In Würde altern - der vierte Lebensabschnitt

Die Leistungen der Pflegeversicherung sollen den Pflegebedürftigen helfen, trotz Hilfebedarfs ein möglichst selbständiges und selbstbestimmtes Leben zu führen, das der Würde des Menschen entspricht.
Die Gesetzliche Pflegeversicherung deckt allerdings nicht das gesamte Pflegerisiko ab, sondern ist als Teilkaskoversicherung konzipiert. Die Differenz tragen Versicherte, Angehörige und Sozialhilfeträger.
Kalkuliert ist in etwa der Pflegesatz (Pflegeaufwand, medizinische Behandlung, soziale Betreuung), nicht die Kosten der Unterkunft (Waschen, Heizen, Essen, …), nicht die Investitionskosten (Kaltmiete), nicht die Ausgaben für Einzelzimmer oder Komfortleistungen.
In der Realität übersteigen die anfallenden Kosten meist die finanziellen Möglichkeiten der Betroffenen. Die Pflegeziele satt, sauber, warm, trocken werden erreicht, Kommunikation und soziale Teilhabe sind darin leider nicht vorgesehen. Zeit und Zuwendung, Diskretion, Würde … sind in unserer Gesellschaft auch vom Geld abhängig und für sehr viele pflegebedürftige Menschen nicht mehr erreichbar.

Sichern Sie sich ein zumindest annährend ausreichendes Auskommen im Pflegefall und finanzielle Selbstbestimmung.
Kinder haften für ihre Eltern und Eltern für ihr Kind – Schützen Sie das Vermögen, auch von außen.

Die zunehmend steigende Lebenserwartung erhöht das Risiko, selbst pflegebedürftig zu werden, enorm. Statistisch gesehen werden künftig die Hälfte der Männer und zwei Drittel aller Frauen pflegebedürftig (Quelle Statistisches Bundesamt).

§14 SGB XI Begriff Pflegebedürftigkeit Abs. 1
Pflegebedürftig im Sinne des SGB XI sind Personen, die wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung für die gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens auf Dauer, voraussichtlich für mindestens sechs Monate, im erheblichen oder höheren Maße (§15 SGB XI) der Hilfe bedürfen.

§14 SGB XI Begriff Pflegebedürftigkeit Abs. 4
Wiederkehrende Verrichtungen:

Pflegestufe 0 - erheblich eingeschränkte Alltagskompetenz
Hilfebedarf bei der Grundpflege und hauswirtschaftlichen Versorgung; jedoch nicht vom Ausmaß einer erheblichen Pflegebedürftigkeit
Vor allem Demenz oder geistige Behinderungen oder psychische Erkrankungen
Dauerhafte Funktionsstörungen in wenigstens 2 Bereichen, davon mindestens einmal aus den Bereichen 1 -9
1. Unkontrolliertes Verlassen des Wohnbereiches („Weglauftendenz“)
8. Störung der höheren Hirnfunktionen (Beeinträchtigung des Gedächtnisses, herabgesetztes Urteilsvermögen), die zu Problemen bei der Bewältigung von sozialen Alltagsleistungen geführt haben
10. Unfähigkeit, eigenständig den Tagesablauf zu planen und strukturieren
Meist Störung Kurzzeitgedächtnis und Merkfähigkeit, Verlust kognitive Fähigkeiten, aber auch motorische, psychische und alltagsbezogene Leistungsstörungen)

Pflegestufe I - erheblich pflegebedürftig
Hilfebedarf mindestens einmal täglich bei wenigstens zwei Verrichtungen aus den Bereichen Körperpflege, Ernährung oder Mobilität; zusätzlich mehrfach pro Woche bei hauswirtschaftlicher Versorgung
Zeitaufwand mindestens 90 Minuten/Tag (davon mindestens 45 Minuten Grundpflege – Körperpflege, Ernährung oder Mobilität)

Pflegestufe II - schwer pflegebedürftig
Hilfebedarf mindestens dreimal täglich zu verschiedenen Tageszeiten bei Körperpflege, Ernährung oder Mobilität; zusätzlich mehrfach pro Woche bei hauswirtschaftlicher Versorgung
Zeitaufwand mindestens 3 Stunden/Tag (davon mindestens 2 Stunden Grundpflege – Körperpflege, Ernährung oder Mobilität)

Pflegestufe III - schwerst pflegebedürftig
Hilfebedarf täglich rund um die Uhr (auch nachts) bei Körperpflege, Ernährung oder Mobilität; zusätzlich mehrfach pro Woche bei hauswirtschaftlicher Versorgung
Zeitaufwand mindestens 5 Stunden/Tag (davon mindestens 4 Stunden Grundpflege – Körperpflege, Ernährung oder Mobilität)
Härtefallregelung:
Zeitaufwand mindestens 6 Stunden/Tag und nachts, mindestens dreimal Hilfe bei Körperpflege, Ernährung oder Mobilität

Welche Lösungen bietet der Markt?

Pflegekostentarife:
Nach Vorleistung der sozialen oder privaten Pflegepflichtversicherung werden die nachgewiesenen Pflegekosten bis zu einer Obergrenze übernommen (Höchstbetrag oder festgelegter Prozentsatz)

Pflegetagegeldtarife:
Es wird ein Tagessatz vereinbart, der bei Pflegebedürftigkeit zur freien Verfügung steht.

Pflegerententarife:
Meist Kombination einer Versicherung gegen Pflegebedürftigkeit mit Sparvertrag. Bei Pflegebedürftigkeit wird eine monatliche Rente bezahlt.

Eine Pflegezusatzversicherung ist schon fast obligatorisch. Ich helfe Ihnen bei der Ermittlung des Bedarfs, bei der Suche nach dem passendem Tarifwerk und Versicherer.

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